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17 Jun 07

Es war einmal......und ist immer noch...
...eine Halbinsel mit dem Namen "ITALIEN" und in deren Mitte, an der östlichen Seite, also zum adriatischen Meer hingewandt und westlich vom Appeninen Gebirge begrenzt, eine Region die sich "Marken" nennt.

Der Begriff Marken entstand aus der Bezeichnung Mark für ein Grenzgebiet des Kaiserreiches. Erstmals taucht der Name Marca in der karolingischen Zeit auf, als Marca Fermana für den bergigen Teil von Picenum, Marca Camerinese für die nördlichere Gegend, die einen Teil Umbriens umfasste, und Marca Anconitana für die frühere Pentapolis.

1080 erhielt Robert Guiskard die Marca Anconitana als Lehen von Gregor VII., dem die Gräfin Mathilde von Tuszien die Marken Camerino und Fermo abtrat. Für 1105 ist dokumentiert, dass Heinrich IV. das gesamte Territorium der drei Marken unter dem Namen Mark Ancona vergab. Danach fiel es wiederum an die Kirche und wurde von päpstlichen Legaten verwaltet. Es wurde 1860 Teil des Königreichs Italien. Im Norden der Region etablierte sich ab dem Mittelalter das Herzogtum Urbino das bis 1631 als souveräner Staat bestand.

In dieser Region und besonders in ihren einzelnen Regionen (5 an der Zahl mit Namen: Ascoli-Piceno, Fermo, Macerata, Ancona und Pesaro-Urbino, von Süden nach Norden gelistet). Die Marken heißen im italienischen "Marche" und auch im englischen und französichen verändert sich der Name nicht mehr als in "Le Marche" (englisch) und "Les Marches" (französisch).
Zur Zeit leben ca. 1,52 Millionen Menschen in den Marken auf einer Fläche von 9.694km², was einer Bevölkerungsdichte von 157 Einwohner/km² entspricht.

Die Marken sind eine Region, übrigens die einzige Italiens, die ihren Namen im Plural trägt, in welcher die Traditionen früherer Zeiten noch stark verwurzelt sind. So findet man hier noch Brauchtümer und Sitten, die in anderen Teilen Italiens weitestgehend in Vergessenheit geraten sind. Jahrhundertealte Bräuche, Festtage und vieles mehr zeugen noch heute davon.

Die Mantlität der "marchigiani", der Bevölkerung der Marken ist sehr aufgeschlossen, offen und gastfreundlich, was sich in vielen Szenarien im täglichen Leben widerspiegelt.
Für den Gast der Marken reicht es schon aus einige Worte italienisch über die Lippen zu bringen und schon geht es los mit Gesprächen, gleich ob man versteht oder nicht! Das hat nichts mit Ignoranz zu tun, sondern im Gegenteil, mit großer Freude und Stolz auf die Heimat. Denn in diesen Gesprächen wird einem alles Wissenswerte mitgeteilt, was der marchigiano einem erzählen will.

Die Tradition der marchigianischen Küche verlangt, zumindest mittags, exakte Pünktlichkeit: Um 12:00h begibt man sich zu Tisch (auf dem Land und in den kleinen Dörfern), wogegen in der Stadt erst um 13:00 gegessen wird. Dies wird ausgiebig zelebriert, meistens mit drei oder vier Gängen, und danach begibt man sich zur Mittagstruhe bis ca. 15:00h.
Der Urlauber in unserer Region wird es schnell am Strassenverkehr merken wann mittag ist. Dann sind nämlich die Strassen für ihn alleine da. Und ab 15:30 ist dann wieder normaler Verkehr...

Abends öffnen dann die Restaurants ab ca. 20:00 ihre Pforten und bieten von Hausmannskost, die echte Mammas noch liebevoll und traditionell zubereiten, bis zu hyper-moderner Sterneküche alles was das Herz begehrt.

Sicher gibt es auch hier Tourismus, aber auf einem Niveau, daß man heute nur noch selten findet. Alle Welt spricht von sanftem Tourismus, den es ja nicht wirklich gibt. Denn wo Tourismus ist, sind auch große Nachteile und Veränderungen festzustellen.
Hier jedoch hat sich nicht viel geändert, denn die Menschen die in die Marken kommen, sollten wissen, daß es hier zwar auch die weltweiten Bausünden der 70er und 80er Jahre gibt, jedoch in stark beschränktem Maße. Die regionale Regierung erlaubt bereits seit 20 Jahren keine Neubauten mehr, mit mehr als 3 Stockwerken und dazu muß seit 2005 auch jeder Neubau biologisch zertifiziert werden. Bioarchitektur ist das Schlagwort, weil man hier erkannt hat, daß die Gebäude der Römer (aus Sand und Stein) nach mehr als 2.0000 Jahren noch stehen, Betonbauten aber schon nach fast 25 Jahren abbruchreif sind.

Somit bieten die Marken jedem Alles! Von Wanderungen in den Bergen, im Winter Skifahren auf dem Monte Nerone und Monte Catria, Strandurlauben oder einfach wunderbarem Geniessen von Land&Leuten im Landesinneren, von wo aus man in 15 Minuten in den Bergen oder am Meer sein kann.

Zu den Orten mit den genannten Vorzügen, strategisch ausgezeichnet gelegen, gehört auch Cartoceto. Hier haben wir uns vor mehr als 4 Jahren niedergelassen und gehen hier auch nicht mehr weg.

Sie finden, daß ich übertreibe? Kommen Sie doch selbst und schauen Sie nach ob es stimmt!

Nicht umsonst lautet der Slogan der Marken "Die Marken...ganz Italien in einer Region"

Wir freuen uns auf Sie und heißen Sie herzlichst Willkommen in Cartoceto.

Viele liebe Grüße
Euer Axel
17 jun 07 @ 11:27 am 


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