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4 Apr 08

Reinen Wein einschenken...
es ist mal wieder soweit:
Die internationalen Food&Beverage Industrie Magnaten haben wieder zugeschlagen!
Diesmal trifft es zum wiederholten Mal den Wein.

Es folgt ein übersetzter Auszug aus der heutigen Tageszeitung "La Repubblica":
"In der Toscana sind mehr als 20 international renommierte Weinerzeuger unter dem Verdacht der "Panscherei" angeklagt, Weine unter Zusatz von chemischen Erzeugnissen, Wasser und gar verdünnter Salzsäure hergestellt und vertrieben zu haben. Es handelt sich dabei um solch klangvolle Namen wie 'Castello Banfi', 'Argiano', 'Frescobaldi' und 'Antinori'.

Betroffen sind toscanaweit fast 70 Mio. Liter, davon alleine der komplette Jahrgang 2003 des Brunello (ca. 600.000 Flaschen) des 'Castello Banfi'

Neben chemischen Zusätzen und Wasser, wurden hauptsächlich Traubenmoste aus den gebietsfremden Regionen Apulien und Sizilien beigefügt, zudem auch noch mit gefälschten Herkunftsnachweisen. Die Weine bestehen lediglich zu 1/5 aus Traubenmost" (/Ende Zitat, "La Repubblica" vom 04. April 2008, Seite 23)

Mein Kommentar:
Nun, wer das liest und für solche Weine teilweise horrende Preise bezahlt hat um sich den Keller mit dem "Jahrhundertsommer-Wein-Jahrgang" 2003 zu füllen, dürfte gerade etwas bleich um die Nase werden!

Wer jedoch einmal nachdenkt, wird erkennen, daß ein Weinbaugebiet mit 1000 Hektar Rebfläche, solche Mengen, wie sie auf dem Weltmarkt gehandelt werden, garnicht produzieren kann.
Und da kommt dann die Kreativität der Erzeuger ins Spiel.
Man will die Kosten senken, die Gewinne erhöhen und der Nachfrage gerecht werden. Also gibt es gewisse "Hilfsmittel" um dies zu erreichen.

Nach dem Weinskandal von 1986 (mit Methanol im Wein) und dem momentan zur Sprache stehenden "Mozzarella-Skandal" steht Italien ein neuer, internationaler Skandal bevor.
Aber meines Erachtens, ist dies alles nur die Spitze eines gigantischen Eisberges, denn wer will denn überhaupt noch wissen, was wir seit Jahren wirklich essen und trinken?

Eines ist jedoch klar: Vorallen Dingen der Endverbraucher, also Sie werter Leser, sollten sich nun endgültig im Klaren darüber sein, daß man Qualität in Flaschen (Wein & Co.) nicht zu Spottpreisen erhalten kann. Denn eine Flasche Wein, die dem Gastronom oder Händler zu Niedrigstpreisen angeboten wird, und hier spreche ich von Massenweinen die preislich um die 2-3€ liegen, können auf keinen Fall das beinhalten, was auf dem Etikett steht! Es hilft vorallem eines: NACHDENKEN!!!

Da lobe ich mir unsere Weinerzeuger in und um Cartoceto, welche kleine Mengen produzieren, der Natur freien Lauf lassen und im Weinberg keinerlei Chemie einsetzen, ehrliche und reine Produkte herstellen und dafür auch einen fairen Preis verlangen.

QUALITÄT HAT IHREN PREIS!!!

In diesem Sinne "Prost" - Euer Axel
4 apr 08 @ 11:39 am 


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