Gestern war es, am späten Nachmittag, als wir an unserem freien Nachmittag einen kleinen Ausflug in das Hinterland machten.
Dabei befuhren wir eine kleine Schotterstrasse, von der wir nicht wußten, wo sie uns hinführen sollte.
Nach ca. 5, oder waren es doch 20km (so zeitlos ist das hier...), kamen wir mitten im Wald an einem Borgo vorbei. Das
sind zusammen gruppierte Häuser, ehemals autonom versorgt, welche soetwas wie ein Mikrodorf bilden.
Das Haupthaus dieses Borgo war dermaßen beeindruckend schön, daß wir sofort hielten und uns das gesamte Borgo anschauten.
Als wir dann unseren Beagle Miki lautstark bellen hörten, weil sie mal wieder einer Katze hinterher"jagte" (wer Miki
kennt, weiß das Jagen nicht echt das richitige Wort für ihre Bewegungen ist. Für alle "Nicht-Miki-Kenner": Sie ist einfach
viel zu fett!) begegnete uns aus dem Nichts ein älterer Herr, der sich schnell als Imker herausstellte, der in diesem Borgo,
man soll es nicht glauben, noch wohnt!
Nach einigen Blicken auf unser Auto, wo ja die Schriftzüge unserer Villa Cartoceto und der Osteria del Cardinale stehen,
erklärte er mir, daß er ja alle aus Cartoceto kenne. Und so sind wir dann auch alle durchgegangen, die er kannte...und es
waren viele!
Nach ca. 1 Stunde offenbarte er, der sich als Herr Alceo Bonifazi vorstellte, daß er ja Imker sei und wir jetzt unbedingt
alles anscheuen und probieren müssen. gesagt, getan, wir gingen mit ihm, durch tausende Bienen hindurch in einen kühlen, nur
von einer 15 Watt Glühbirne erhellten Raum, wo ca. 10 Europaletten mit Honig standen. Darauf befanden sich 10 verschiedene
Sorten reinsten und feinsten Honigs. Vom Luzerne Honig über Efeu Honig, Klee Honig, Eichen Honig, Akazienhonig, Blütenhonig
und noch einiges mehr.
Als wir alle verkostet hatten, fiele uns die Wahl schwer und so kauften wir von jeder Sorte ein Glas. Die Rechnung und
Buchhaltung erledigt Alceo auf italienische Art und Weise, nämlich auf lose umherliegenden Teilen von Pappkartons. Da wird
dann multipliziert, addiert und gerechnet auf Teufel komm raus und am Ende muß man noch selbst seinen namen auf den Karton
schreiben. Das ist dann auch gleichzeitig sein Gästebuch!
Denk' nun mal nicht, daß sowas schnell geht. Wir kamen um ca. 16:45 dort und und verließen ihn, aber auch nur akzeptiert
weil wir sagten, daß unsere Gäste auf uns warten, um:
19:40h!
Fazit: Wer wahnsinnig schmackhaften und gesunden, biologisch hergestellten und nicht industrialisierten Honig genießen
will, den begleiten wir gerne zu Alceo, denn aleine findet man den nicht wirklich!
Es grüßt Euch
Euer Axel
...war DER HAMMER!
Um es kurz zu machen: Es war brütend heiß in den letzten Wochen. Temperaturen bis zu 39°C und die hohe Luftfeuchtigkeit
haben mich in den Grundfesten meiner Bewegungsfähigkeit erschüttern lassen! Und dann abends in der Küche...Höchsttemperatur
über dem Ofen, gemessene 71°C!
Schön warm war es :-)
Nun haben wir die ersten Septembertage hinter uns und endlich haben sich die Wetterwerte wieder auf Normalmaß eingependelt.
Die Sonne scheint nachwievor vom wolkenlosen Himmel und die Besetzung unserer Zimmer ist optimal.
Darüber freuen wir uns doch sehr und nutzen die Gelegenheit auch hier, uns für die Treue und die vielen Besuche neuer
Gäste recht herzlich zu bedanken.
Neues in der Gastronomie gibt es auch:
- So hat z.B. im Jachthafen von Fano endlich ein schickes Restaurant mit internationalem Flair seinen Platz gefunden.
Man fühlt sich wie auf einer großen Motoryacht und blickt auf die Küste von Ancona bis Rimini, dabei den phantastischen Sonnenuntergang
genießend. Das Ganze heißt "J" (dschäi ausgesprochen) und bietet von wunderbaren Cocktails bis hin zu modernisierten klassischen
Gerichten eine selektierte Bandbreite an toller Küche zu moderaten Preisen.
Und das Schönste steht uns ja noch bevor:
Die Weinlese eines qualitativ hochwertigen Jahrganges 2008 der Weine aus Cartoceto und Umgebung, die Olivenernte und der
goldene Oktober, die Olivenmesse in Cartoceto an den beiden ersten Wochenenden oder aber auch die Eröffnung der Käsehöhlen
am letzten Wochenende im November.
Da muß man dabei sein, denn dabei erlebt man noch das echte Italien, wie es leibt und lebt.
Das war es in Kürze, wir lesen uns bald wieder und ich schicke Euch ganz viele sonnige Grüße
Euer Axel